Herbstzeit ist Pflanzzeit! Vielleicht fehlt dir noch ein Baum, unter dem du später im Schatten sitzen kannst. Oder einer, der im Frühling ordentlich blüht. Bevor du zur Schaufel greifst, schauen wir auf zwei Dinge: Was braucht der Baum, und wie groß wird er eigentlich?
Warum wir den Herbst zum Pflanzen mögen
Bei vielen laubabwerfenden Gehölzen ist die Zeit nach dem Laubfall günstig: Die Verdunstung ist geringer, und bei geeignetem Boden können sich Wurzeln vor dem nächsten Sommer entwickeln. Wurzelnackte Ware wird während der Vegetationsruhe gepflanzt. Containerpflanzen bieten ein größeres Zeitfenster, brauchen aber ebenfalls gute Anwuchspflege.
Mach den Pflanztermin vom Boden abhängig. Ist er gefroren oder klatschnass, bleibt die Schaufel erst mal stehen. Auch ein im Herbst gepflanzter Baum muss in trockenen Phasen kontrolliert und bei Bedarf gegossen werden, besonders in den ersten Standjahren. Die RHS erläutert Pflanzzeit und unterschiedliche Lieferformen.
Erst Platz und Standort, dann die Art
Der kleine Baum in der Baumschule bleibt nicht so klein. Schau nach, wie hoch und breit er ausgewachsen wird und wie viel Platz die Wurzeln brauchen. Auch Haus, Leitungen und Nachbargrundstück gehören mit in den Plan. Passt die Art zu Boden und Wasserangebot? Soll der Baum Früchte liefern, den Sitzplatz beschatten oder vor allem ein schöner Blickfang sein?
Welcher Baum passt zu dir?
- Eiche, Linde und Rotbuche: Eindrucksvolle Bäume für ausreichend große Flächen. Die Wildformen werden für einen kleinen Hausgarten meist eine Nummer zu groß.
- Ahorn: Eine vielfältige Gattung. Berg-Ahorn, Spitzahorn und kleinere Gartenformen unterscheiden sich deutlich in Größe und Wirkung.
- Birke: Helles Laub und auffällige Rinde machen sie attraktiv. Denk aber auch an ihre Wurzeln und daran, was daneben noch wachsen soll.
- Erle: Verschiedene Arten kommen mit feuchteren Standorten zurecht. In der trockenen Gartenecke sind sie deshalb nicht einfach gut aufgehoben.
- Apfel und Kirsche: Blüte und Früchte in einem. Unterlage und Sorte bestimmen wesentlich die spätere Größe; bei der Auswahl spielen auch Befruchtung und Pflege eine Rolle.
- Kastanie: Hier lohnt der genaue Name. Die Rosskastanie heißt Aesculus hippocastanum; Maronen stammen von der Esskastanie Castanea sativa. Beide können groß werden.
- Fichte: Ein bekannter Waldbaum, aber keine pauschale Empfehlung für trockene Hausgartenstandorte. Schau bei ihr besonders genau hin, wie viel Wasser und Platz sie braucht.
Darf’s etwas Besonderes sein?
Amberbaum, Fächerahorn und Gleditschie können schöne Akzente setzen. Der Amberbaum fällt durch handförmig gelapptes Laub und Herbstfärbung auf. Fächerahorne bringen je nach Sorte feine Blattformen und intensive Farben mit. Die Gleditschie hat filigranes, gefiedertes Laub und ist keine Robinie.
Ein hübsches Etikett macht daraus noch keinen pflegeleichten Baum für jeden Garten. Schau auf Herkunft und Sorte, die Feuchte im Boden und darauf, ob der Platz geschützt oder offen liegt. Heimische Gehölze sind für die heimische Tierwelt oft besonders wertvoll; auch sie brauchen einen passenden Platz.
Gut geplant pflanzen
Schreib vor dem Kauf auf, was du dir wünschst und wie der Platz im Garten aussieht. Der Baum soll dir gefallen und dort auch in vielen Jahren noch gut wachsen können. Du brauchst Hilfe bei der Auswahl oder beim Pflanzen? Meld dich bei uns. Wir suchen mit dir den passenden Baum aus. Dann kann’s losgehen!



